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Bundesligist FC St. Pauli gab am Donnerstag die Vertragsverlängerung mit Marius Ebbers bekannt. Der Angreifer verlängerte seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis 30. Juni 2012 plus Option für eine weitere Spielzeit. Der neue Kontrakt ist für die 1. und 2. Bundesliga gültig. Ebbers spielt seit 2008 am Millerntor und erzielte in 68 Pflichtspielen 32 Treffer für die Braun-Weißen.
“Ich fühle mich bei St. Pauli und in Hamburg sehr wohl, hier passt es einfach. Wir haben eine tolle Truppe, haben gemeinsam einiges erlebt und erreicht und sind noch sehr hungrig”, sagte Ebbers, der in der laufenden Saison in allen acht Spielen für St. Pauli von Beginn an auflief und dabei zweimal als Torschütze erfolgreich war.

Der Stürmer kam im Sommer 2008 von Alemannia Aachen zum Team von Trainer Holger Stanislawski. In der Aufstiegssaison war er mit 20 Treffern bester Torschütze des Teams und zweitbester der Liga hinter Augsburgs Michael Thurk. Davor spielte Ebbers unter anderem beim 1. FC Köln und MSV Duisburg.

“Marius ist enorm wichtig für unsere Mannschaft. Die frühzeitige Vertragsverlängerung ist ein gegenseitiger Vertrauensbeweis”, zeigte sich Coach Stanislawski über die vorzeitige Ausdehnung des Kontrakts von Ebbers beim Kiezklub erfreut.

Der FC. St. Pauli, derzeit Tabellensechster, trifft am Sonntag auswärts auf den VfB Stuttgart, Anstoß ist um 17.30 Uhr.

Amedick bleibt und setzt Zeichen

Der Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Kaiserslautern und Abwehrspieler Martin Amedick werden weiterhin zusammenarbeiten. Der FCK gab am Donnerstag die vorzeitige Vertragsverlängerung des Innenverteidigers um drei Jahre bis Juni 2014 mit einer Option für ein weiteres Jahr bekannt. Das neue Arbeitspapier gilt sowohl für die Bundesliga als auch für die 2. Liga.

“Ich fühle mich sowohl sportlich als auch im gesamten Umfeld des FCK wohl, daher ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen. Wir haben in dieser Saison ein neues gemeinsames Projekt gestartet und wollen den Verein wieder in der Bundesliga etablieren”, sagte Amedick in einer Mitteilung des Vereins.

Angesichts der jüngsten Negativerlebnisse mit vier Niederlagen in Folge wollte der Kapitän der Pfälzer auch ein entsprechendes Zeichen setzen. “Auch wenn es vielleicht mit Blick auf die letzten Ergebnisse nicht richtig gut aussieht, so bin ich doch vom Potenzial der Mannschaft und des Klubs absolut überzeugt und sicher, dass wir die Bundesliga halten werden”, so der 28-Jährige. Sportwetten.

Auch FCK-Trainer Marco Kurz zeigte sich erfreut über die Einigung: “Nicht nur sportlich, sondern auch persönlich ist der eingeschlagene Weg für den Spieler und auch den Verein genau der richtige”, so Kurz nach der verkündeten Einigung.

Der gebürtige Paderborner absolvierte bisher 42 Bundesligaspiele in seiner Karriere und erzielte zwei Treffer. In der 2. Liga war er in 93 Partien aktiv und traf neun Mal ins Tor. Für den 1. FC Kaiserslautern trat er seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund im Juli 2008 in 73 Begegnungen an und konnte acht Treffer erzielen.

In der bisherigen Spielzeit verpasste Amedick noch keine Pflichtspielmpielminute für den FCK und war trotz des Abwärtstrends einer der Konstanten im Team des Aufsteigers (kicker-Durchschnittsnote 3,56). Sportwetten.

Bangen bis zum Schluss

20. September 2010

Der 1. FC Nürnberg ermöglicht dem Regionalligisten Eintracht Trier eine Vielzahl von Torchancen und siegt am Ende doch mit 2:0. “Club”-Trainer Dieter Hecking bleibt damit ein Déjà-vu erspart.

Kurz vor Schluss machte sich an der Seitenlinie die letzte Hoffnung des Regionalligisten Eintracht Trier bemerkbar. Rudi Thömmes spurtete am Schiedsrichter-Assistenten vorbei, in kurzen Hosen und mit Fußballschuhen, und alles sah so aus, als wolle er sich warm machen für seine Einwechselung. Jener “Pokalschreck” Rudi Thömmes, der 1997 maßgeblich an den Trierer Überraschungssiegen gegen die amtierenden Europapokal-Sieger FC Schalke 04 und Borussia Dortmund beteiligt war.

Aber in die Erstrundenpartie des laufenden DFB-Pokals gegen den 1. FC Nürnberg konnte er nicht mehr eingreifen, Thömmes ist mittlerweile Co-Trainer, und so gab es in der Schlussphase auf Trierer Seite niemanden mehr, der den Erfolg des Clubs zu verhindern wusste. Mit einem mühsamen 2:0 qualifizierte sich der 1. FC Nürnberg nach Toren von Albert Bunjaku (15.) und Mehmet Ekici (89.) für die zweite Runde. Doch mit der Leistung seiner Elf konnte Dieter Hecking “nicht zufrieden sein”, wie der Club-Trainer nach dem ersten Pflichtspiel der Saison sagte. “Wir haben teilweise zu schlampig gespielt und Trier wieder aufgebaut.”
Heckings Erinnerungen

Drei Zugänge hatte Hecking in die Startelf beordert: Innenverteidiger Per Nilsson, Mittelfeldspieler Timmy Simons und Angreifer Julian Schieber; der vom FC Bayern ausgeliehene Ekici hingegen musste zugunsten von Marek Mintal auf der Bank bleiben. Doch auch die Neuen leisteten ihren Beitrag, dass Nürnberg etwas fahrig in die Partie startete – mit einigen Fehlpässen und einem Abstimmungsproblem in der von Nilsson und Andreas Wolf gebildeten Innenverteidigung, das schon nach fünf Minuten zur ersten Chance für Trier führte. Der in Mitte völlig ungedeckte Nico Patschinski verpasste eine Hereingabe von Albert Meha knapp (5.).

Danach allerdings konnten sich die Nürnberger Fans erstmals von den Fähigkeiten des neuen Sechsers Timmy Simons überzeugen. Der Belgier sorgte mit Ilkay Gündogan im zentralen Mittelfeld dafür, dass der Bundesligist die Ordnung fand. Der Lohn für das strukturierte Spiel folgte bald: Nach einer Viertelstunde nutzten die Nürnberger ihre erste Chance zum 1:0, Bunjaku traf nach einer Flanke von Christian Eigler.

Ruud, Ruud, Ruud

Als dreifacher Torschütze ist Ruud van Nistelrooy der entscheidende Mann beim Hamburger Sieg in Greif. Wolfsburg quält sich in Münster, Bochum scheidet in Offenbach aus dem DFB-Pokal aus. Die Sonntagsspiele im Überblick.

Torgelower SV Greif – Hamburger SV 1:5 (1:1)

Dass der Fünftligist von der polnischen Grenze zur Halbzeit ein Unentschieden halten konnte, war eine Überraschung. Daniel Pankau, im Hauptberuf Koch in einer Kantine, hatte in der 43. Minute die Führung des Bundesligisten aus Hamburg ausgeglichen. Pankau darf sich dank seines Tores sicher sein, in Greif für seine Heldentat lange gefeiert zu werden. Ein Stürmer wie Ruud van Nistelrooy muss sich für die Zuneigung der Fans schon ein bisschen mehr strecken – also schoss er zur Sicherheit gleich drei Tore: Das 1:0 (34. Minute), 3:1 (65.) und 4:1 (67.). Und um nicht eigensinnig zu wirken, legte er das 5:1 (81.) für David Jarolim auf. Zwischenzeitlich hatte Paulo Guerrero das 2:1 (53.) erzielt. Am Ende war van Nistelrooy der Held, Pankau allenfalls eine Randnotiz – auch wenn sie das in Torgelow sicher ganz anders sehen.

Blamiert vom Viertligisten

Hannover 96 unterliegt in der ersten Runde des DFB-Pokals dem SV Elversberg. Für Trainer Mirko Slomka wird die Luft schon vor dem Bundesliga-Start arg dünn.

Wie angesagt eine Mannschaft in der Gunst des bundesweiten Publikums ist, lässt sich mitunter an den Zuschauerzahlen in der ersten Runde des DFB-Pokals ablesen, wenn die Elf Zugpferd sein muss für einen unterklassigen Verein. Germania Windeck etwa rechnet am Montag gegen den FC Bayern mit mehr als 40.000 Fans, die Partie von Werder Bremen in Ahlen am Samstag wollten immerhin 11.000 Menschen sehen. Zur Niederlage von Hannover 96 beim SV Elversberg (4:5 nach Elfmeterschießen) kamen gerade einmal 3000 Zuschauer.

Hannover 96 gehört offensichtlich nicht zu den hippsten Mannschaften der Bundesliga. Kein Wunder, dass Hannovers Manager Jörg Schmadtke vor dem Spiel sagte: “In den ersten beiden Runden ist finanziell nicht viel drin, danach schon – man kann über den Pokal schnell Geld verdienen.” Diese zusätzlichen Einnahmen könnte Hannover 96 gut gebrauchen, die finanzielle Lage des Vereins gilt weiter als angespannt. Dennoch fordert Trainer Mirko Slomka lautstark Zugänge (“Wir dürfen uns nicht kleiner machen, als wir sind”), Mängelverwalter Schmadtke lehnte bisher ab, weshalb sich die beiden Verantwortlichen seit Wochen Scharmützel liefern.

Die kommende Saison wird ohnehin als prägend für Slomkas Trainerkarriere empfunden, auf Schalke hatte er einst mit einem bestehenden Kader Erfolge erzielt, mit Hannover in der vergangenen Spielzeit den Klassenerhalt erreicht. Nun muss er beweisen, dass er einen Kader komponieren und eine Mannschaft formen kann. “Elversberg ist deshalb so wichtig, um einen guten Blick auf Frankfurt zu bekommen”, hatte Slomka vor der Partie gesagt.

Zu Beginn des Spiels fiel dieser Blick für Slomka durchwachsen aus – was auch daran lag, dass Viertligist Elversberg nicht gewillt zu sein schien, 90 Minuten lang nur zu verteidigen. Zwar kombinierte sich Slomkas Elf geduldig durchs Mittelfeld, Torchancen gab es jedoch nur wenige, weil die 96-Akteure 20 Meter vor dem Tor auf Pässe verzichteten und den Ball lieber in Richtung Tor droschen – wuchtig zwar, aber mit der Präzision einer Schrotflinte.

Spiele dominant gestalten müsse eines der Ziele sein, hatte Friedhelm Funkel gefordert. Und zu Hause wolle der Absteiger eine Macht werden. Von beiden Vorhaben ist der VfL nach der blamablen Vorstellung gegen Augsburg meilenweit entfernt.

Die Mannschaft wirkte spätestens nach dem 0:1 völlig verunsichert und blieb spielerisch nahezu alles schuldig.

Nach dem 0:1 in Aue hatte Funkel seine Mannschaft umgekrempelt, teils wegen Verletzungen (Kapitän Dabrowski blieb draußen, Chong Tese kam erst zur zweiten Hälfte), teils wegen Formschwäche.

Doch im zweiten Heimspiel offenbarte Bochum gravierende Probleme in allen Mannschaftsteilen: Eklatante Angriffsschwäche, gepaart mit etlichen Unsicherheiten in der Defensive, keiner übernimmt die Verantwortung. Die Bauchlandung war die logische Folge der Unzulänglichkeiten.

“Wir haben die Schnauze voll”, protestierten die Zuschauer, und Keeper Philipp Heerwagen (27) musste sogar extremen Spott ertragen: Teile der VfL-Fans quittierten jede leichte Parade mit hämischem Applaus, nachdem der Torhüter eine Flanke von Oehrl durch die Hände rutschen ließ und de Jong zum 0:2 abgestaubt hatte. “Wir haben kein Mittel gefunden”, räumte Paul Freier (31) ein, der einzige Lichtblick. “Nur zwei oder drei Torschüsse sind für einen Aufstiegs-Kandidaten natürlich viel zu wenig.”
Pfertzel meldet sich für zwei Wochen ab – Chong Tese pausiert nur kurz

In der Abwehr ist Funkel am Dienstag eine Alternative weggebrochen, Marc Pfertzel erlitt im Training eine Zerrung im rechten Oberschenkel. Nach VfL-Angaben wird der 29-jährige Franzose, der in der laufenden Saison lediglich zu einem Kurzeinsatz am ersten Spieltag kam, in den kommenden zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Eine kürzere Pause steht Chong Tese bevor, der trotz einer schmerzhaften Entzündung im Knie bereits im Laufe der Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren soll.

Ramos: “Wir werden jeden Tag besser”

Er strahlte übers ganze Gesicht und schlug beim Torjubel mit der Hand auf sein Herz – der Gruß galt der Familie, aber die Botschaft durfte auch anders verstanden war: Adrian Ramos, der vor neun Tagen beim Länderspiel Kolumbiens in Venezuela kollabiert war, ist wieder auf der Höhe.

Ein nach der Rückkehr vom Länderspieltrip durchgeführtes 24-Stunden-EKG blieb ohne Auffälligkeiten. “Wir waren zu 100 Prozent sicher, dass er okay ist”, sagte Trainer Markus Babbel. Auch Ramos war happy: “Wir werden jeden Tag besser.”

Drei Spiele, neun Punkte – “das hilft bei der Entwicklung des Teams”, meinte Manager Michael Preetz, den nur das Gegentor ärgerte: “Es wäre an der Zeit gewesen, mal zu Null zu spielen.” Das gelang vor erneut imposanter Kulisse nicht, trotzdem war es ein fulminanter Auftritt: Eine 2:0-Blitzführung nach sieben Minuten schaffte Hertha letztmals im Dezember 1997 (2:4 in Gladbach). “Wenn wir so weiterspielen, wird es jeder Gegner in der Liga schwer gegen uns haben”, sagte Kapitän Andre Mijatovic nach dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Trainer Babbel hatte neben Lob (“Mir gefällt die Mentalität der Truppe.”) auch Kritik parat: “In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv.” Die geglückte Systemumstellung auf zwei Zehner habe “sich angeboten”, erklärte Babbel. Raffaels starke Leistung gab ihm recht.

Noch eine Million Euro ist offen

Für den hochverschuldeten Zweitligisten ist der Wiederaufstieg ein Muss. Dass, wie am Wochenende die Berliner Morgenpost enthüllte, der Senat dem Verein die Stadion-miete stundet, half im Frühjahr bei der Lizenzsicherung. Für die laufende Saison geht es dabei um 2,55 Millionen Euro. Derzeit ist Hertha dabei, die im Vorjahr gestundete Summe zurückzuzahlen. Dabei ist noch etwa eine Million Euro offen.

Prib: “Ich weiß nicht, was der Schiri da gesehen hat”

Der 100. Geburtstag des Ronhofs, der Spielstätte der SpVgg Greuther Fürth, sollte ein Grund zum Feiern sein. Die Mannschaft lief dafür eigens in einem Sondertrikot auf. Doch die Leistung entsprach dem feierlichen Anlass eher nicht.

Zwar gingen die Schützlinge von Trainer Mike Büskens engagiert in die Partie, bauten nach der Blitzführung aber zu schnell ab.

Bei der Ursachenforschung waren sich alle einig. “Wir haben es nicht geschafft, die Räume eng zu machen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen”, deutete Kapitän Thomas Kleine auf das gleiche Problem wie Büskens hin: “Wir hätten das Zentrum schließen müssen. Das war kein Aktions-, sondern Reaktionsfußball.”

Dieser hätte trotzdem zu einem Dreier führen können, hätte Schiedsrichter Sascha Thielert nach dem vertretbaren Elfmeter für die SpVgg nicht ein zweites Mal auf den Punkt gezeigt – für Aachen. Bei einem Schuss vom Zoltan Stieber wollte er unverständlicherweise ein Foul von Edgar Prib erkannt haben. Für Prib ein Witz: “Ich weiß nicht, was er da gesehen hat.”
Meijer: “Wenn man laut schreit …”

Süffisant kommentierte Aachens Manager Erik Meijer die Situation, wohl wissend, dass seine Alemannia hier das Glück des Tüchtigen hatte: “Wenn man laut schreit, kriegt man auch einmal einen Elfmeter.”

Was die Diskussionen um den Umstand des Ausgleichs fast völlig verdeckten: Die Elf vor Trainer Hyballa verdiente sich den Punkt, war nach dem frühen Rückstand keineswegs geschockt, sondern spielte mutig nach vorne. “In der ersten Hälfte waren wir richtig stark”, hatte Torschütze Marco Höger richtig erkannt.

Und so konnte auch dessen Trainer Peter Hyballa ganz locker seine Bewertung zu den Entscheidungen des Referees abgeben: “Der Elfmeter von uns war keiner.”